Oder reif für die Klappse ?
Nein das sind keine Filmtitel.
Das war die Frage die wir uns während des Laufens stellten.
Nicht genug dass wir die ganze Woche noch Bergläufe und
Bergwanderungen absolvierten.
Nein 2 Tage vor Wettkampf musste ich Ingolf und Raimund
noch mal schnell zeigen wo der frühere noch qualvollere Lauf
entlang ging. Mit dem Effekt dass ich mir einen Sonnenbrand auf
das verletzte Knie holte, und auf der Marathonmesse durch die Gegend
humpelte. Ein Gel-Tape zur Kühlung gegen Brandschmerzen musste
es richten. Soll ich überhaupt noch laufen ?
Absagen NEIN !!! auf keinen Fall.
Am Abend vorher fing es an, wie aus Kübeln zu Regnen mit Gewitter
Donner u. Blitz. Naja, wir hatten ein Dach über dem Kopf.
Was Heute Nacht herunter kommt, kann Morgen nicht mehr kommen.
Wir wohnten wunderschön gelegen in Wiesen ca. 18 Km von Davos
und 23 Km von Bergün.
Um 5 Uhr ging der Wecker, Ingolf aufstehen.
Gott sei Dank, Raimund und ich können noch liegen bleiben.
Start ist erst 11:30 Uhr.
So gegen 6:45 ging es mit dem Zug nach Davos
Pünklich um 8:00 bei leichtem Regen ca. 11° C war der Start für den K78.
Wir machten uns kurz nach Acht dann auch auf den recht steilen Weg
hinunter zum Bahnhof Wiesen. 45 Min Gehzeit, den hatte Ingolf auch.
Warten auf den Zug nach Bergün. Da kommt auch schon der Erste vom C 42
mit riesigem Vorsprung, ein Läufer aus Mexico.
Unser Zug kommt aus Davos, völlig überfüllt. Auch noch stehen bis
Bergün ?
Bergün es ist 10:30 noch 1 Std. bis zum Start.
Wir haben mittlerweile so um die 17- 18 °C
Der Sprecher gibt gerade bekannt, oben auf der Keschhütte sind es 2°C
und es schneit, uns kann nun nichts mehr aus der Ruhe bringen.
11:25 noch 5 Min. bis Start. Ob Ingolf schon durch ist? ( Ja er war, 3:16 Std. )
Unser Start an einer Steigung bergauf 1 Km dann bergab und wieder hoch.
Wir waren wieder in Bergün Ehrenschleife.
Nun ging's richtig los, und zwar für Alle K78 u. K42 nur noch bergauf.
Km 5 - 30:12 sehr Steile Passage alles geht, na dann geh ich auch, ist besser so. Kurz darauf etwa 500 Mtr. Wieder antraben es geht wieder weil nicht
ganz so steil. Km 7,8 wir gehen jetzt wid's heftig ?
Wart's mal ab bei Km 11,5 ist sense.
Alles geht, ja eigentlich schon lange, und es ist merklich still geworden.
Man hätte eine Stecknadel fallen hören können, nur das rollen der Steine
wenn man darauf trat.
Es wird kälter ein kalter Wind kommt uns entgegen. KM 16 ( 52 ) wir sind oben. Eisiger Wind, es werden Schutz Capes und Brühe gereicht.
Zeit 2:26:11 ( 5:29:52 Ingolf )
Schnell wieder runter extrem Steil.
Wenn ich bis dahin froh war diesmal auf den K78 verzichtet zu haben,
habe ich die Läufer jetzt etwas beneidet.
Die durften oben bleiben wenn auch recht wellig.
Wir trennten uns vom K 78 und durften nochmals 420 Mtr. hinabstürzen.
Bei Km 21 ging's dann wieder etwa 430 Mtr. bergauf. Bei Matsch, Schnee
und Sturzbächen und das innerhalb von 2600 Mtr.
Ich glaubte es nicht mehr in diesem Leben zuerreichen.
PLATT - PLATT - und nochmals PLATT
Aller Schmerz, Knie usw. war vergessen, war zu kaputt um noch
was zu spüren.
Saukalt ist geschmeichelt, eisiger Wind.
Dort trafen wir auch wieder die K78 er
Nix wie runter, aber mit Schmackes.
Entweder Knochen kaputt oder erfroren.
Von nun an ging es in Wellen nach unten.
Aber nicht ohne hin und wieder kurze giftige Steigungen.
Die Krönung kam für uns Alle 3 Km vor Schluss, nochmals
ein heftiger Anstieg, da durften wir Alle noch mal gehen.
Endlich geht's Richtung Stadion, ca. 800 - 900 Mtr.
Jetzt noch einen Spurt, da darf keine mehr überholen.
Ich wundere mich war ich doch eben noch total platt ?
Wo nehme ich diese Kraft her ?
Aber Ihr kennt das ja.
Endlich im Ziel.
Hallo Dirk, wer - wie - was ?
Jochen hält mir seinen halben Bierbecher hin.
" Willst du was trinken ? Da hier mein Bier "
Etwas abgestanden dafür aber warm.
Danke, ich glaub das schaffe ich noch mir ein frisches zu holen.
Was ich auch dann tat.
Im Stadion großes Hallo. Ingolf ist fantastische 8:15.57 gelaufen.
Raimund Irre ist 5:11:27 gelaufen 1. M 70 und
ich nun ich bin 5:52:43 gelaufen 5. M65
Das Bier danach hat gut geschmeckt, und am nächsten Tag
Ging's auf die Alp mit unseren Frauen zum Alpfest
und für uns drei dann noch ein bisschen weiter, höher
wir waren dann ja ausgeruht. ( kleiner Scherz )
Ach ja zum Schluss.
Original Äußerung von Ingolf.
Wenn ich mit allem gerechnet habe dann doch nicht dass
es so heftig würde.
Das hat ja mit Laufen nichts mehr zu tun.
Das ist ja mehr klettern, bin ja fast die hälfte marschiert, der
Rennsteig ist ja noch ein Pups dagegen.
Danke Ingolf, dass aus Deinem Munde !!!!!
Beim Goitzsche-Marathon in Bitterfeld gab es am letzten Wochenende gleich zwei sehr schöne Erfolge für den TSV Sandhofen.
Ingol Koch belegte in der Altersklasse M40 den dritten Rang. Mit seiner Zeit von 3:14:59 h bestätigt er seine guten Trainingseindrücke und Vorbereitungswettkämpfe in diesem Frühjahr. Mit dieser Zeit erreichte Ingolf als fünfzehnter der Gesamtwertung das Ziel.
Im guten Mittelfeld landete am Ende Dirk Boesler. Die 42,195 km bewältigte er in der Zeit von 3:48:19 h. In seiner Altersklasse (M65) belegte er den hervorragenden zweiten Platz. Bei Dirk war diese Leistung etwas überraschender, da er in der Vorbereitung immer mal wieder wegen Verletzungen pausieren musste.